Der Showdown

  1. Um auch nur einen Teil des Pots zu gewinnen, muss der Spieler immer alle seine Karten aufgedeckt auf den Tisch legen.
     
  2. Karten drücken einen Wert aus. Die Spieler sind dafür verantwortlich, ihre Karten zu halten, bis der Gewinn geklärt ist, wobei der Dealer bei der Feststellung des Gewinners hilft. Obwohl mündliche Aussagen über den Inhalt einer Hand nicht bindend sind, ist eine absichtliche Falschaussage bezüglich eines Blattes, um einen anderen Spieler mit dem Gewinnblatt zum Aufdecken zu bewegen, unsportliches Verhalten.
     
  3. Jeder Spieler, Dealer oder Zuschauer der bemerkt, dass eine falsche Menge an Chips in den Pot gelegt wurde, oder bei der Austeilung des Pots ein Fehler unterläuft, steht in der Pflicht, diesen Fehler zu melden.
     
  4. Show one, show all: Spieler sind gleichberechtigt, Zugang zu Informationen über den Inhalt der gegnerischen Blätter zu erhalten. Wenn Karten einem Spieler gezeigt werden, besitzt jeder Spieler am Tisch das Recht, diese Karten einzusehen. Wenn Karten während eines Spieles einem aktiven Spieler gezeigt werden, der noch in dieser Runde zu einem Einsatz kommen kann, gilt diese Hand als gefoldet. Wenn ein Spieler, der Karten gesehen hat, nicht aktiv dabei ist, muss diese Informationen bis das Setzen vorbei ist, zurückgehalten werden, so dass es keinen Einfluss auf den normalen Ausgang der Hand hat. Wenn nur ein Teil eines Blattes gezeigt wurde, gibt es keinen Grund, die ungesehenen Karten zu zeigen. Die gezeigten Karten werden so behandelt wie eben ausgeführt.
     
  5. Gibt es Einsätze während der letzten Setzrunde, muss der Spieler, der als letztes setzte (Bet) oder erhöhte (Raise) als erster sein Blatt zeigen. Um den Verlauf des Spiels zu beschleunigen, wird der Spieler mit dem potenziellen Gewinnerblatt aufgefordert, sein Blatt ohne Verzögerung zu zeigen.
     
  6. Bei Turnierspielen muss grundsätzlich jeder der Beteiligten Spieler immer alle seine Karten aufdecken. Dadurch wird unterbunden, dass ein Spieler einem anderen Spieler trotz überlegenem Blatt den Pott zukommen lassen kann.
     
  7. Verbal Declarations - Die gespielten Karten sind bindend ("Cards speak"). Mündliche Aussagen zu den Karten eines Spielers sind nicht bindend, jedoch kann das Turnierpersonal nach eigenem Ermessen absichtliche Falschansagen mit einer Strafe belegen.
     
  8. All-in Showdown - Sobald ein Spieler All-in ist und alle Einsätze gemacht sind, werden alle Karten aufgedeckt. Wirft ein Spieler seine Hand versehentlich ab, bevor die Karten aufgedeckt wurden, hat das Turnierpersonal das Recht, die Karten wieder ins Spiel zu bringen, sofern sie eindeutig identifiziert werden können. Spieler, die ihre Karten in einer All-in-Situation absichtlich abwerfen, können bestraft werden.
     
  9. Side Action - Wenn mehrere Spieler mit einem All-in-Spieler um den Hauptpot spielen, sind alle Spieler, die im Showdown um den Nebenpot spielen, verpflichtet, ihre Karten ebenfalls zu zeigen. Wenn ein All-in-Spieler um den Hauptpot spielt, darf kein Nebenpot-Spieler beim River-Showdown seine Karten passen. Der Dealer ist angewiesen, alle Hände aufzudecken. Die Hände sind so weiterhin in der Lage, am Pot teilzuhaben.
     
  10. Showdown - Am Ende der Action muss der Spieler, der den letzten Einsatz gemacht hat, als Erster seine Karten zeigen - die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn. Dies gilt auf dem River, dem Turn, dem Flop und vor dem Flop. Erfolgte kein Einsatz, muss der Spieler am Platz links des Button seine Karten zuerst zeigen - die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn.
    1. Spieler dürfen sich der Reihe nach weigern, ihre Karten zu zeigen, jedoch verlieren sie durch das Passen der Hand ihren Anspruch auf den Pot.
       
  11. Winning Hand - Um den Pot zu gewinnen, muss der Spieler alle Karten aufdecken. Dies schließt das Board mit ein. Ist nur ein Spieler am Ende übrig, muss er seine Karten zum Erhalt des Pots nicht zeigen. Ein Beispiel: Spieler B setzt auf dem River und Spieler A callt. Daraufhin wirft Spieler B ab und Spieler A bleibt als einziger aktiver Spieler in der Hand. Spieler A gewinnt den Pot, ohne seine Hand zeigen zu müssen.
     
  12. Refusal to Show - Verweigert ein Spieler das Zeigen aller Karten, kann der Dealer die übrigen Karten nicht einfach aufdecken, sondern muss das Floor-Personal rufen. Das Floor-Personal fordert den Spieler auf, seine Karten zu zeigen. Zeigt er sie nicht, werden sie gepasst. Hat der Spieler seine Karten nach einem Countdown von fünf Sekunden immer noch nicht aufgedeckt, erklärt das Floor-Personal seine Hand für "tot" und verhängt eine Strafe gegen ihn wegen Spielverzögerung. Die anderen Spieler am Tisch dürfen die Karten des Spielers nicht aufdecken. Geschieht dies dennoch, gilt die aufgedeckte Hand als live. Der Spieler jedoch, der die Karten unerlaubter Weise aufdeckte, wird wegen Verstoß gegen die Turnier-Etikette bestraft.
     
  13. Showing the Winner - Jeder Spieler, der aktiv den Showdown erreicht, kann darum bitten, die Karten jedes anderen Spielers zu sehen. Haben Spieler ihre Karten bereits abgeworfen, haben sie kein Anrecht darauf, die Karten anderer Spieler zu sehen. Alle von den Showdown-Spielern angefragten Hände werden offengelegt und können noch am Pot teilhaben. Spieler, die es nicht bis in den Showdown schaffen, haben kein Recht, das Zeigen anderer Karten einzufordern.
     
  14. Gibt es eine berechtigte Annahme hinsichtlich unerlaubter Absprachen zwischen mehreren Spielern, können die Spieler vom Dealer verlangen, die betreffenden Karten zur Seite zu legen und das Floor-Personal bitten, die Hand zu prüfen.