Texas Hold’em

Beim Texas Hold’Em erhalten die Spieler zwei persönliche Karten (Holecards, Pocketcards, Pockets). Danach beginnt eine Setzrunde. Drei Tischkarten werden gleichzeitig umgedreht (der „Flop“) und eine nächste Setzrunde erfolgt. Die nächsten zwei Tischkarten (der „Turn“ und der „River“) werden nacheinander aufgedeckt mit jeweils einer Setzrunde nach jeder einzelnen Karte. Die Tischkarten sind Gemeinschaftskarten und ein Spieler kann eine Fünf-Karten-Kombination aus den Tischkarten und seinen persönlichen Karten zusammenstellen. Ein Spieler darf sogar alle fünf Tischkarten ohne eine persönliche Karte nutzen („play the board“, den Tisch spielen). Es wird ein Dealerbutton verwendet. Normalerweise sind zwei Blinds im Spiel, in Sonderfällen kann es dazu kommen, dass nur ein Blind im Spiel ist.
 

Diese Regeln beziehen sich lediglich auf Irregularitäten.

  1. Das Aufdecken der ersten oder zweiten Pocketcard führt zu einem Misdeal. Wenn eine andere Holecard aufgrund eines Fehlers des Dealers aufgedeckt wird, geht die Runde weiter. Die aufgedeckte Karte darf nicht behalten werden. Nachdem das Ausgeben der Karten fertig ist, ersetzt der Dealer die Karte mit der obersten aus dem Stapel, und die aufgedeckte Karte wird zur ersten gebrannten Karte. D.h., vor dem Aufdecken des Flops wird keine weitere Karte gebrannt, so dass der Flop und alle weiteren Karten genau dieselben sind, wie sie es auch ohne die aufgedeckte und verbrannte Karte gewesen wären.
     
  2. Wenn mehr als eine Holecard aufgedeckt wird, bedeutet dies einen Misdeal und es muss neu gegeben werden.
     
  3. Wenn der Dealer aus Versehen dem ersten Spieler eine zusätzliche Karte gibt (nachdem alle Spieler ihre Anfangskarten bekamen), wird die Karte zurück zu den Restkarten gegeben. Wenn der Dealer aus Versehen zwei oder mehr zusätzliche Karte austeilt, bedeutet dies einen Misdeal.
     
  4. Wenn der Flop aus fünf oder mehr Karten besteht, muss neu gemischt werden. Besteht der Flop aus vier Karten, ist die vierte Karte eine offene Burncard. Wenn nicht nachvollziehbar ist, welche die vierte Karte ist, handelt es sich um einen Misdeal.
     
  5. Wenn der Dealer es verpasst, vor dem Auslegen des Flops eine Karte wegzulegen (zu „verbrennen“), oder zwei weglegt, muss der Fehler vom Dealer korrekt revidiert werden. Es muss neu gemischt werden, wenn der Fehler nicht mehr korrigierbar ist.
     
  6. Wenn der Dealer es verpasst, eine Karte wegzulegen, oder zwei weglegt, muss der Fehler revidiert werden, bevor das Setzen für diese Runde begonnen hat. Wenn die Runde bereits begonnen hat, d.h. wenn zwei Spieler Ihren Zug gemacht haben, bleiben die Karten im Spiel. Egal ob der Fehler revidiert werden kann oder nicht, müssen die nachfolgenden Karten so ausgeteilt werden, als wäre kein Fehler passiert. Zum Beispiel, wenn zwei Karten weggelegt wurden, sollte eine der beiden wieder zurück auf den Stapel und als Burncard für die nächste Runde genutzt werden. Falls es zu keinem Setzen kam, weil einer der Spieler All In ist, sollte der Fehler korrigiert werden, falls er vor der Pot-Auszahlung entdeckt wurde.
     
  7. Wenn der Dealer eine Burncard zu früh weglegt und die nächste Karte umdreht, bevor die Setzrunde komplett ist darf, bleibt die Burncard liegen. Die offenliegenden Karten werden wieder neu in Stapel gelegt, der neu gemischt wird. Sogar dann, wenn alle nachfolgenden Spieler sich dazu entscheiden zu passen (Fold). Niemand besitzt die Möglichkeit, die Karte zu akzeptieren oder abzulehnen. Das Setzen ist dann beendet und der Fehler wird dementsprechend revidiert wie es die Situation bedingt.
     
  8. Wenn der Flop aus irgendwelchen Gründen neu ausgegeben werden muss, werden die Tischkarten mit den restlichen Karten aus dem Stapel gemischt. Nach dem Mischen teilt der Dealer den Stapel und legt einen neuen Flop, ohne eine Burncard wegzulegen.
     
  9. Ein Ausgabefehler bei der vierten Tischkarte (Turncard), muss so berichtigt werden, dass die Tischkarten, die ohne den Fehler benutzt worden wären, möglichst die gleichen bleiben. Der Dealer legt eine Karte weg und legt die vierte aus, die ansonsten die fünfte Karte gewesen wäre. Nach dieser Setzrunde mischt der Dealer wieder den Stapel, in dem sich auch die Karte befindet, die aus dem Spiel genommen wurde, jedoch ohne die Burncards und die gefoldeten Karten. Dann teilt der Dealer den Stapel und gibt die letzte Karte aus ohne eine Burncard.
     
  10. Falls die fünfte Karte zu früh aufgedeckt wird, muss der Stapel neu gemischt werden und in der gleichen Weise neu gegeben werden.
     
  11. Ein Spieler muss bekannt geben, dass er mit den fünf Karten auf dem Tisch spielt („play the board“), bevor er seine Karten wegwirft. Ansonsten verliert er den Anspruch auf den Pot.