Turnierregeln

Durch die Teilnahme an einem Turnier verpflichtet sich der Spieler, sich an die Regeln zu halten und diese zu befolgen sowie sich gebührend zu verhalten. Wer gegen die Regeln verstößt, kann mündlich verwarnt werden, vom Spiel für eine bestimmte Zeit suspendiert werden, oder ganz vom Turnier ausgeschlossen werden. Die Chips eines disqualifizierten Spielers werden aus dem Spiel genommen. Spieler, unabhängig ob aktiv oder passiv, dürfen die Blätter nicht vor Beendigung der Spielhandlung besprechen. Spieler sind dazu verpflichtet, ihre Mitspieler zu jeder Zeit des Turniers zu beschützen. Es ist nicht erlaubt, weggeworfene Karten oder Blattkonstellationen zu besprechen. Das Besprechen eines Blattes während eines Spieles kann eine Strafe zur Folge haben.

  1. Die Sitzordnung zu Beginn wird durch eine Zufalls-Ziehung oder eine Anordnung bestimmt.
     
  2. Die entsprechende Menge an Chips wird zu Beginn der Runde für jeden Spieler auf den Tisch gelegt, egal ob die Personen anwesend sind oder nicht.
     
  3. Wenn ein Spieler am Anfang der Runde abwesend ist, wird der Versuch unternommen, diesen zu finden und zu kontaktieren. Ist ein Spieler weiterhin abwesend, bleibt sein Chip-Stack liegen und die erforderlichen Blinds werden vom Croupier gesetzt.
     
  4. Einem nicht erschienenen Spieler wird immer ein Blatt ausgeteilt. Für Blinds werden Chips vom Croupier aus seinem Stapel entnommen.
     
  5. Der Dealerbutton liegt am Anfang auf dem Sitzplatz Nummer 1. Dies ist der erste Platz links vom Dealer.
     
  6. Die Blinds werden in geregelten Zeitintervallen erhöht.
     
  7. Wenn ein Signal ertönt, dass das Ende einer Setzrunde bedeutet, gelten die neuen Limits erst ab der neuen Hand. Eine neue Hand beginnt mit dem ersten Mischen.
     
  8. Wenn Spieler ausscheiden und Tische von der Turnierleitung aufgelöst werden, können Spieler von der Turnierleitung an andere Tische umgesetzt werden.
     
  9. Es ist kein Sitzwechsel erlaubt, es sei denn, dies ist von der Spielleitung angeordnet.
     
  10. Wird ein Spieler umgesetzt, so achtet die Turnierleitung darauf, dass der Spieler am neuen Tisch in derselben Position relativ zum Button sitzt, die er auch an seinem vorherigen Tisch hatte.
     
  11. Neuen Spielern werden sofort Karten ausgegeben und sie gehen den Verpflichtungen der jeweiligen Position nach.
     
  12. Die Anzahl der Spieler an jedem Tisch wird sinnvoll durch die Versetzung von Spielern ausgeglichen.
     
  13. Werden mehr als drei Spieler an Spieler einen neuen Tisch gesetzt, kann die Turnierleitung entscheiden, ob an diesem Tisch der Button neu ausgelost wird.
     
  14. Ein Spieler, der All-In geht und verliert, und später feststellt, dass einer oder mehrere Chips versteckt waren, kann davon nicht profitieren. Dieser Spieler ist vom Turnier ausgeschlossen, wenn der Gegner über genügend Chips verfügt, um die Summe der versteckten Chips zu decken. Zu keiner Zeit ist ein Rebuy möglich. Wenn der nachfolgende Deal noch nicht begonnen hat, kann die Turnierleitung dem Pot-Gewinner die entdeckten Chips zuweisen, falls dies auch eindeutig der Fall gewesen wäre, wenn alle Chips eingesetzt worden wären. Falls der nächste Deal schon begonnen hat, werden die entdeckten Chips aus dem Spiel genommen.
     
  15. Wenn einem Spieler die Chips für einen Call, Bet oder Raise in vollem Umfang fehlen, darf dieser mit seinem gesamten verbliebenen Guthaben All In gehen.
     
  16. Alle aus dem Spiel ausgeschiedenen Spieler müssen den Tisch verlassen. Es sitzen nur aktive Spieler am Tisch.
     
  17. Das Zeigen der Karten eines aktiven Blattes während des Spielverlaufs verletzt die Rechte der anderen noch spielenden Teilnehmer. Ein Spieler darf seine Karten nicht zeigen, es sei denn, es kommt zu einer Showdown-Situation. Wenn ein Spieler absichtlich eine oder mehrere Karte einem sich noch im Spiel befindlichem Spieler zeigt, gilt diese Hand als tot. Der Spieler welcher seine Karten geöffnet bzw. preisgegeben hat verliert das Recht zu aggieren. Er kann lediglich auf Spielsituationen reagieren. Somit sind nur noch Call oder Fold mögliche Aktionen für diesen Spieler. Den Inhalt eines Blattes mündlich während des Spiels preis zu geben, kann ebenfalls zu einer Strafe führen.
     
  18. Der Spieler muss sich über die Summe der Erhöhung entweder verbal äußern oder in einer einzigen Bewegung die Chips in den Pot legen. Ansonsten handelt es sich um einen String-Einsatz und der Minimum-Raise oder Bet wird gewertet. Im Zweifelsfall liegt es am Dealer, im Sinne eines fairen Spieles zu entscheiden.
     
  19. Fremde Chips sind an den Tischen nicht zugelassen.
     
  20. Alle Turnier-Chips müssen während des gesamten Spiels offen sichtbar auf dem Tisch bleiben. Wer seine Chips vom Tisch wegnimmt, verliert. Darüber hinaus droht dem Spieler eine Disqualifikation vom Turnier.
     
  21. Alle Chips mit hoher Wertigkeit müssen so platziert werden, dass sie für die anderen Spieler gut sichtbar sind.
     
  22. Unangemessenes Verhalten wie zum Beispiel das Werfen von Karten, die vom Tisch fallen, kann mit einer Strafe belegt werden. Dies kann eine Zeitstrafe, oder bei besonders schwerwiegendem oder wiederholtem Missverhalten auch der Turnierausschluss sein.
     
  23. Ein Kartendeck wird nur beim Dealer-Wechsel oder wenn eine Karte beschädigt wird ausgetauscht.
     
  24. Sind nur noch zwei Spieler im Spiel (Heads Up), befindet sich der Dealer-Button im Small Blind.
     
  25. Alle Blätter werden aufgedeckt (Showdown), wann immer alle oder alle bis auf einen Spieler All-In sind und nicht mehr weiter gesetzt werden kann. Der Showdown wird vom Croupier angesagt. Karten sollten niemals ohne die Aufforderung durch den Croupier aufgedeckt werden, da dies zu einer verbrannten Hand und somit zum Ausschluss aus diesem Spiel führen kann.
     
  26. Wenn mehrere Spieler gleichzeitig alle ihre Chips verlieren, wird der Spieler mit dem größeren Chip-Stack vor Beginn dieser Runde auf den höheren Rang gesetzt. Hatten beide Spieler denselben Chip-Stack, wird derjenige höher bewertet, der im Uhrzeigersinn näher am Dealer-Button saß.
     
  27. Die Spielleitung behält sich das Recht vor, Veranstaltungen abzusagen oder sie im Sinne des Fair-Plays zu ändern.